Pressemitteilungen aus dem Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg

 
 

2010

 
 
 
     
 

Aktuelle Nachrichten aus dem Bezirk unter: www.xhain.info

 
     

 
     
 

Datum: 05.03.2009
Pressemitteilung von: Präsidentin des Kammergerichts

Landgericht Berlin: Mutmaßlicher Autobrandstifter wurde freigesprochen

Die 17. Große Strafkammer des Landgerichts Berlin hat heute den 23 Jahre alten Angeklagten vom Vorwurf der Brandstiftung freigesprochen und angeordnet, dass er für die erlittenen Strafverfolgungsmaßnahmen zu entschädigen ist. Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten vorgeworfen, dass er am 17. Juni 2009 mit einem gesondert verfolgten Mittäter in Berlin-Friedrichshain mittels Brandbeschleuniger ein Kraftfahrzeug angezündet haben soll.

Die Beweise hätten bei weitem nicht ausgereicht, erklärte die Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung. Es sei noch nicht mal die Ursache des Brandes zu klären gewesen. Die Gutachter hätten nämlich einen technischen Defekt als Brandursache nicht ausschließen können. Des Weiteren seien zwar Anhaftungen von Lampenöl an den Händen des Angeklagten sowie an seiner Kleidung und an seinem Rucksack gefunden worden. Allerdings hätte nicht festgestellt werden können, ob überhaupt ein Brandbeschleuniger zum Einsatz gekommen sei. Außerdem hätte der Angeklagten auch vor längerer Zeit mit dem Lampenöl in Berührung gekommen sein können, da das Alter dieser Anhaftungen nicht hätte bestimmt werden können. Das Verhalten des Angeklagten in unmittelbarer Tatortnähe lasse ebenfalls keine Rückschlüsse auf seine Täterschaft zu.

Der Freispruch erfolgte aus tatsächlichen Gründen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.

Pressemitteilung der Pressestelle der Berliner Strafgerichte und der Generalstaatsanwaltschaft Berlin vom 21. August 2009, Nr. 59/2009
Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Berlin vom 16. Juli 2009, Nr. 51/2009
Presseberichterstattung vom 19. Juni 2009 bis 03. März 2010

Landgericht Berlin – Urteil vom 05. März 2010, Az.: (517) 1 Bra Js 1847/09 KLs (21/09)


Chronologie der Ereignisse

13. Juli 2009: Kammergericht erlässt auf die weitere Beschwerde der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Angeklagten, nachdem zuvor das Amtsgericht Tiergarten und Landgericht Berlin den Antrag der Staatsanwaltschaft abgelehnt hatten.

15. Juli 2009: Festnahme des Angeklagten aufgrund des Haftbefehls

6. August 2009: Das Landgericht Berlin beschließt im Haftprüfungstermin, dass der Angeklagte vom Vollzug der Untersuchungshaft verschont wird. Gleichzeitig ordnet das Landgericht an, dass die Vollziehung dieser Entscheidung ausgesetzt wird, da die Staatsanwaltschaft Beschwerde eingelegt hat. Dies bedeutet, dass der Angeklagte nicht aus der Untersuchungshaft entlassen wird.

20. August 2009: Auf die Beschwerde der Staatsanwaltschaft hebt das Kammergericht den Haftverschonungsbeschluss des Landgerichts Berlin auf.

20. Oktober 2009: Erster Hauptverhandlungstag, Aufhebung des Haftbefehls und Freilassung des Angeklagten.

23. Oktober 2009: Aussetzung der Hauptverhandlung, da ein weiteres Sachverständigengutachten eingeholt werden soll.

2. März 2010: Erneuter Beginn der Hauptverhandlung


Dr. Petra Carl
Pressesprecherin

 
     

 
     
 

Datum: 25.02.2009
Pressemitteilung von: Grüne Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg

Friedrichshain-Kreuzberg ohne Bezirkshaushalt für 2010 und 2011

Das Parlament von Friedrichshain-Kreuzberg hat es gestern Abend (Mittwoch) mit den Stimmen von Grünen, Linken, CDU und FDP abgelehnt, einen Bezirkshaushalt für die Jahre 2010 und 2011 zu verabschieden. "Wir können die Kürzungsvorgaben des SPD-geführten Senats für unseren Bezirk nicht verantworten", sagt Daniel Wesener, Sprecher der Grünen-Fraktion. Damit unterliegt Friedrichshain-Kreuzberg weiterhin der Vorläufigen Haushaltswirtschaft durch die Senatsfinanzverwaltung.

Friedrichshain-Kreuzberg hat für 2010 einen Haushalt in Höhe von rund 560 Millionen Euro. Der Bezirk kann nur über einen kleinen Teil von etwa sechs bis acht Prozent frei verfügen; der Rest sind Durchlaufposten, etwa für Transferleistungen wie Sozialhilfe oder Wohngeld. Obwohl der Bezirk schon heute in vielen Bereichen Einsparungen vornehmen musste, verbleiben wegen der unzureichenden Zuweisungen des Landes Berlin weitere Kürzungen in Höhe von rund sechs Millionen Euro allein für das Jahr 2010. "Wenn der Bezirk dieses Defizit auflösen würde, müssten leider auch Einrichtungen wie Bibliotheken oder Jugendclubs schließen", sagt Wesener. "Es kann nicht sein, dass ein sozial belasteter Bezirk wie Friedrichshain-Kreuzberg dazu gezwungen wird, immer weitere Einsparungen im Bildungs-, Sozial- und Kulturbereich zu erbringen."

"Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg befindet sich in einer extremen Haushaltsnotlage ", sagt Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). "Wir kämpfen dafür, dass alle Einrichtungen im Bezirk erhalten bleiben."

Grüne Friedrichshain-Kreuzberg

 
     

 
     
 

Datum: 15.02.2009
Pressemitteilung von: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Jetzt anmelden für die Ferienfahrten in den Sommerferien 2010!

Die Bezirksstadträtin der Abteilung Jugend, Familie und Schule Monika Herrmann teilt mit:

Raus aus der Stadt….

…. rein in Luft und Sonne

Jetzt anmelden für die Ferienfahrten in den Sommerferien 2010!

Der Frühling steht vor der Tür und auch der Sommer lässt nicht mehr lange auf sich warten.
Wer sich jetzt schon auf spannende und erholsame Ferientage freuen möchte, sollte sich schnell einen der begehrten Reiseplätze sichern.

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin bietet in den Sommerferien 4 Ferienaufenthalte für Kinder und Jugendliche im Alter von 4-15 Jahren an. Erfahrene und kreative Betreuungsteams begleiteten euch durch ein abwechslungsreiches Ferienprogramm. Bei Aktivitäten wie Sport, Tanz, Basteln, Nachtwanderungen, Baden, Theaterspielen und vielem mehr, könnt ihr neue Freunde kennen lernen und gemeinsam tolle Erfahrungen sammeln. Im Mittelpunkt stehen Spaß, Abenteuer und Erholung. Dies alles könnt Ihr in wunderschöner Natur erleben.

Auch in diesem Jahr werden Integrationsplätze für Kinder mit Behinderungen bereit gestellt.
Für Mädchen im Alter von 10 bis 14 Jahren, die Lust haben ohne Jungs zu verreisen, gibt es eine spezielle Mädchenreise.

Die Reiseziele sind Konradshöhe, Wannsee, Bad Münder und Prebelow (Brandenburg)
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Kinder und Jugendliche, die in Friedrichshain und Kreuzberg leben.

Der Teilnahmebeitrag wird auf Grundlage des Familieneinkommens berechnet, so dass der Beitrag für Familien mit geringem Einkommen relativ niedrig ist.

Ab Dienstag, dem 02.03.2010 nehmen wir telefonisch Voranmeldungen unter folgender Nummer entgegen:


* 90298 – 4513 Frau Gillwald
* 90298 – 3104 Frau Neujahr


Die Anmeldungen für die Mädchenreise nach Prebelow/Brandenburg erfolgen über das Mädchenzentrum „ALIA“. Telefon: 61 28 60 99

 
     

 
     
 

Datum: 15.02.2009
Pressemitteilung von: Präsidentin des Kammergerichts

Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg: Tempodrom-Versteigerungstermin aufgehoben

Der auf Mittwoch, 17. Februar 2010 um 10.00 Uhr angesetzte Termin zur Zwangsversteigerung des „Tempodroms“ in Berlin-Kreuzberg ist aufgehoben worden. Nach Auskunft der zuständigen Rechtspflegerin hat die Vollstreckungsgläubigerin, die Landesbank Berlin, einstweilen von der Fortführung der Zwangsvollstreckung Abstand genommen. Ein neuer Versteigerungstermin ist nicht festgesetzt worden.

Aktenzeichen: 30 K 144/2005 (Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg)

 
     

 
     
 

Datum: 01.02.2009
Pressemitteilung von: DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg

Nein zur Todesstrafe in den USA – Hinrichtung von Abu-Jamal verhindern!

Die BVV schließt sich auf Vorschlag der LINKEN dem weltweiten Protest gegen den drohenden Vollzug der im Jahre 1987 ausgesprochenen Todesstrafe für den afro-amerikanischen Journalisten und Bürgerrechtler Mumia Abu-Jamal an und verabschiedet mit großer Mehrheit bei zwei Enthaltungen der CDU eine Resolution: "Nein zur Todesstrafe in den USA – Hinrichtung von Abu-Jamal verhindern".

Damit wird die Liste der Solidaritätsbekundungen in Deutschland um eine Kommune länger. Zuvor hatten u. a. die Bremer Bürgerschaft, die Stadträte von München, Nürnberg und Kaiserslautern, ihre offene Kritik an den Umstände der Verurteilung, und der Todesstrafe allgemein, bekannt gegeben. Die Hansestadt Bremen hat sich dem Städtebündnis gegen die Todesstrafe angeschlossen.

„Die Todesstrafe ist mit humanistischen Grundeinstellungen in einer Gesellschaft nicht vereinbar. Sie negiert das elementare Menschenrecht auf Leben und ist eine Form besonders unmenschlicher, grausamer und erniedrigender Behandlung.“, findet Barbara Seid, Mitglied der Linksfraktion, die die Resolution initiiert hat. „Die Einhaltung der Menschenrechte und die gleichzeitige Verhängung der Todesstrafe schließen sich aus. Und im Fall Mumias kommt noch hinzu, dass das Urteil ohne Beweise gefällt wurde und hier mal wieder ein Beispiel der diskriminierenden und rassistischen Klassenjustiz in den Vereinigten Staaten zu sehen ist.“ Die meisten Todeszelleninsassen in den Vereinigten Staaten sind Afroamerikaner bzw. gehören ethnischen Minderheiten und den materiell ärmeren Bevölkerungsschichten an.

Durch die aktuelle Rechtslage droht auch nach Entscheidung des „Supreme Court“ vom 19. Januar 2010 die Vollstreckung der Todesstrafe für Mumia Abu-Jamal. Nachdem die breite Front der Protest- und Solidaritätskundgebungen bereits 1995 und 1999 eine Hinrichtung verhindern konnten, hängt das Leben Mumias bereits wieder am seidenen Faden. DIE LINKE fordert daher, die Petitionen an Präsident Obama zu unterschreiben.

http://www.petitiononline.com/Mumialaw/petition.html

„Wenn der weltweite Protest scheinbar nicht ausreicht, um Mumia Abu-Jamal ein faires Verfahren zuzugestehen, dann sollte die Todesstrafe zumindest in eine lebenslange Haft umgewandelt werden“, fordert Seid.

Die Resolution im Originaltext: http://www.dielinke-friedrichshain-kreuzberg.de/die_linke/presse/detail/zurueck/aktuell-3/artikel/nein-zur-todesstrafe-hinrichtung-von-mumia-abu-jamal-verhindern/

DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg

 
     

 
     
 

Datum: 28.01.2009
Pressemitteilung von: SPD Friedrichshain-Kreuzberg

Peter Beckers zum Stellvertretenden Bezirksbürgermeister und Jan Stöß zum neuen Stadtrat gewählt

Die BVV Friedrichshain-Kreuzberg hat bei ihrer Sitzung am 27.01.2010 den SPD-Kreisvorsitzenden Dr. Jan Stöß als Nachfolger von Sigrid Klebba in der Funktion des Bezirksstadtrats für Finanzen, Kultur, Bildung und Sport gewählt.

Durch den Wechsel von Sigrid Klebba als Abteilungs-leiterin Jugend in die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung war auch das Amt des Stellvertretenden Bezirksbürgermeisters vakant. In diese Funktion wählte die BVV den Bezirksstadtrat Dr. Peter Beckers, der für den Bereich Wirtschaft, Bürgerdienste und Ordnungsamt zuständig ist. Im Rahmen seiner Vertretungsfunktion will er sich auch für die Städtepartnerschaften des Bezirks einsetzen.

Dr. Jan Stöß ist seit März 2008 Kreisvorsitzender der SPD. Der 36jährige Jurist hat bereits als Rechtsanwalt im Bereich des Kommunal- und Baurechts sowie als Richter gearbeitet und war am Verwaltungsgericht Berlin für öffentliches Dienstrecht zuständig.

In seiner Vorstellungsrede sprach sich Jan Stöß dafür aus, die Beschränkungen durch die vorläufige Haushaltswirtschaft, die über den Bezirk verhängt wurde, schnellstmöglich durch die Verabschiedung eines verfassungsgemäßen Bezirkshaushalts zu überwinden. Es müsse aber auch eine Diskussion darüber angestoßen werden, wie lebenswerte und lebensfähige Bezirke von morgen aussehen sollen.

Er betonte außerdem die Bedeutung des Kultur- und Bildungsbereichs für den Kreativbezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Stöß kündigte an, er wolle hart dafür kämpfen, dass die Bereiche Kultur, Bildung und Sport trotz knapper Kassenlage weiterhin die Ausstattung und Unterstützung erhielten, die sie brauchen.

SPD Friedrichshain-Kreuzberg

 
     

 
     
 

Datum: 28.01.2009
Pressemitteilung von: Präsidentin des Kammergerichts

Landgericht Berlin: „1. Mai-Prozess“ wegen Werfens eines Molotowcocktails endete mit Freisprüchen

Eine Jugendkammer des Landgerichts Berlin hat heute die 17 und 20 Jahre alten Angeklagten vom Tatvorwurf des versuchten Mordes in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz freigesprochen. Darüber hinaus ordnete die Kammer an, dass die Angeklagten für die Dauer der Freiheitsentziehung vom 1. Mai 2009 bis zum 17. Dezember 2009 zu entschädigen sind.

Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten Yunus K. und Rigo B. unter anderem zur Last gelegt, dass sie bei den Mai-Krawallen in Berlin-Kreuzberg einen Molotowcocktail auf Polizeibeamten geworfen hätten, um diese zu töten. Ein Teil der brennenden Flüssigkeit hat eine Passantin getroffen, die schwere Verletzungen am Rücken erlitt.

Die Angeklagten hatten den Tatvorwurf bestritten. Sie seien zwar in Kreuzberg unterwegs gewesen, hätten sich aber nicht an den Krawallen beteiligt und keine Brandsätze geworfen. Die Einlassung der Angeklagten ließ sich nach Auffassung des Gerichts nach der durchgeführten Beweisaufnahme nicht mit der für die Verurteilung erforderlichen Sicherheit widerlegen. Polizeibeamten hatten in der Hauptverhandlung die Angeklagten belastet und angeben, dass sie die Angeklagten beim Werfen des Molotowcocktails bis zur deren Festnahme fast durchgängig beobachtet hätten. Die Gesichter der Werfer hätten sie zwar nicht erkennen können, sie hätten aber gesehen, dass die mit einem weißen T-Shirt bekleidete Person einen Brandsatz geworfen habe und mit einer dunkel bekleideten Person anschließend weg gegangen sei. Die Aussagen dieser Beamten seien glaubhaft gewesen, führte die Vorsitzende in der mündlichen Urteilsbegründung an. Die Zeugen hätten nicht wissentlich falsche Angaben gemacht, sondern seien davon überzeugt gewesen, dass die Angeklagten auch die Personen gewesen seien, die den Molotowcocktail geworfen hätten. Allerdings sei nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass die Polizeibeamten einer Verwechselung erlegen gewesen sein könnten. Einer der Angeklagten habe zwar auch ein weißes T-Shirt getragen und der andere sei dunkel bekleidet gewesen, allerdings hätten sich zum Tatzeitpunkt diverse junge Männer mit dieser Bekleidung in dem Bereich aufgehalten. Die Beamten könnten daher die Angeklagten mit denjenigen Personen verwechselt haben, die sie beim Vorbereiten und Werfen des Molotowcocktails beobachtet hätten. Aus diesem Grunde könne eine Täterschaft den Angeklagten nicht mit der für die Verurteilung erforderlichen Sicherheit nachgewiesen werden und nach dem Grundsatz „im Zweifel für die Angeklagten“ seien diese aus tatsächlichen Gründen freizusprechen.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Es kann binnen einer Woche mit dem Rechtsmittel der Revision zum Bundesgerichtshof angefochten werden.


Pressemitteilungen der Berliner Strafgerichte Nr. 44/2009 und Nr. 65/2009 vom 31. August 2009 und 17. Dezember 2009
Pressemitteilung der Generalstaatsanwaltschaft Nr. 42/2009 vom 18. Juni 2009
Polizeimeldung # 1530 vom 26. Mai 2009
Presseberichterstattung vom 04. Mai 2009 bis 27. Januar 2010

Landgericht Berlin- Urteil vom 28. Januar 2010, Az.: (507) 1 Kap Js 891/09 (44/09)

Dr. Petra Carl
Pressesprecherin

 
     

 
     
 

Datum: 28.01.2009
Pressemitteilung von: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

5. Informationsveranstaltung Gesundheits- und Suchthilfezentrum Reichenberger Str.131

Mittwoch, den 10.02.2010 um 19.00 Uhr
Im Jugendhaus CHIP in der Reichenberger Str. 44/45

Das Bezirksamt Friedrichshain- Kreuzberg, die ZIK gGmbH und Fixpunkt laden Sie recht herzlich ein, sich über das Gesundheits- und Suchthilfezentrum zu informieren. Die Einrichtung wird in diesem Jahr mit integriertem Drogenkonsumraum und Kontaktladen SKA in der Reichenberger Str. 131 öffnen. SozialarbeiterInnen kooperierender Träger und ein Arzt werden zusätzliche Sprechstunden in der Einrichtung durchführen. ZIK plant die Einrichtung von Beschäftigungs- und Qualifizierungsplätzen im Haus.

Wir möchten größtmögliche Transparenz und Aufklärung über das Gesundheits- und Suchthilfezentrum schaffen.

Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg, von Fixpunkt sowie von ZiK sind Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner auf dem Podium der Veranstaltung. Im offenen Dialog mit Ihnen, den Bewohnern und Bewohnerinnen und sozialen und gemeinwesenbezogenen Einrichtungen und Projekten im Kiez sollen Ihre Fragen beantwortet werden.

 
     

 
     
 

Datum: 25.01.2009
Pressemitteilung von: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Notübernachtung der GEBEWO gGmbH „Pumpwerk“ Rudolfstr. 15, 10247 Berlin

Die Einrichtung von 30 zusätzlichen, dringend benötigten Notunterkunftsplätze durch die GEBEWO in beheizten Räumen der Berliner Wasserbetriebe wird vom Bezirksstadtrat für Gesundheit, Soziales und Beschäftigung des Bezirksamtes Friedrichshain- Kreuzberg, Knut Mildner- Spindler sehr begrüßt. Die auch vom Bezirk Friedrichshain- Kreuzberg finanziell unterstützen Angebote der Kältehilfe konnten dem gestiegenen Bedarf infolge der eisigen Temperaturen nicht mehr gerecht werden. Es ist beeindruckend und anerkennenswert, wie schnell die GEBEWO gGmbH in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Soziales und mit Unterstützung der Berliner Wasserbetriebe auf die erhöhte Nachfrage reagiert und zeitnah zur Linderung der Notlage beigetragen haben.

Der Bezirk möchte den Träger mit einem Spendenaufruf bei der Akquise von Sach- und Geldspenden ausdrücklich unterstützen, damit das Angebot von 30 zusätzlichen Notübernachtungsplätzen in der Rudolfstraße 15 mit einem speziell für Frauen vorgehaltenem Raum während der gesamten Kältephase aufrecht erhalten werden kann. Er ist davon überzeugt, dass es neben den Berliner Wasserbetrieben weitere Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt gibt, die soziale Verantwortung übernehmen und Menschen in Not helfen. Unterstützen Sie mit Ihrer Spende das tägliche Engagement der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen vor Ort in der Notübernachtung Rudolfstraße 15!


Kontoverbindung der GEBEWO gGmbH
für die Sicherung der Notübernachtung "Pumpwerk" in Friedrichshain

Bank für Sozialwirtschaft
Konto-Nummer: 33 60 102
BLZ: 100 205 00
Verwendungszweck: GEBEWO gGmbH "Spenden"

 
     

 
     
 

Datum: 25.01.2009
Pressemitteilung von: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Am Kottbusser Tor wird gewählt – Kandidaten für die Bürgergremien gesucht

„Mitreden! Mitmachen! Gemeinsam verändern!“ Unter diesem Motto laufen derzeit die Vorbereitungen für die Neuwahlen der Bewohnervertreter im „Quartiersrat“ und im „Vergabebeirat“, den beiden Bürgergremien im Quartiersmanagement-Gebiet Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße. Dazu werden noch Kandidatinnen und Kandidaten gesucht.

Bewohnervertreter und Vertreter lokaler Einrichtungen beraten in den Bürgergremien über die Quartiersentwicklung und stimmen ab über die Vergabe von Fördermitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“. Der Quartiersrat legt Entwicklungsprioritäten fest und berät über die Förderung längerfristiger Projekte, zum Beispiel in den Bereichen Bildung und Integration. Im Vergabebeirat geht es um kleinteilige Maßnahmen, etwa Nachbarschaftsfeste.

Anmeldungen zur Kandidatur sind möglich bis zum 8. März. Zwei Wochen später wird dann gewählt (23.-25. März). Jeder, der im Quartiersgebiet wohnt, 16 Jahre alt ist und sich in den nächsten zwei Jahren regelmäßig für die Zukunft des Kiezes engagieren möchte, kann kandidieren. Interessenten können sich auf der Webseite des Quartiersmanagements (www.qm-zentrumkreuzberg.de) oder im QM-Büro in der Dresdener Straße 12 anmelden (Tel. 030/6123040).

 
     

 
     
 

Datum: 12.01.2009
Pressemitteilung von: FDP-Fraktion Friedrichshain-Kreuzberg

Drogenkonsumraum - Neuer Standort
Haus Bethanien nicht geprüft!

Die FDP-Fraktion von Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt das Bemühen des Bezirksamtes zur Unterbringung des Drogenkonsumraumes in der Nähe des Kottbusser Tores als einem der Brennpunkte der Suchtszene.
Auch die Ausweitung des Hilfsangebotes in Richtung eines Gesundheits- und Suchthilfezentrums ist wünschenswert.


Aber das Bezirksamt hat die Unterbringung des Drogenkonsumraums in eigenen Räumen nur oberflächlich geprüft.

Es bleibt völlig unklar, warum die Unterbringung in einem Bürodienstgebäude des Bezirkes, z.B. im Rathaus Yorckstrasse nicht möglich sein sollte.

Ein Standort im Umfeld des Urbankrankenhauses, z.B. in den zwischenzeitlich aufgegebenen und zur Wohnnutzung veräußerten Krankenhaus-Altbauten wurde nicht geprüft!


Die Anfrage der FDP (schriftliche Anfrage Drucksache SA/249/III) zeigt deutlich: der beste Standort, das Haus Bethanien ist überhaupt nicht in die Überlegungen einbezogen worden!

Vorgeblich wäre der Drogenkonsumraum der "Konzeption als ein Kulturstandort" und der Entwicklung der "soziokulturellen Angebote" im Wege.

Allein die von den Besetzern verdrängte Institution "Künstlerhaus Bethanien" lässt 4136 qm frei werden!

Rot-Grün im Bezirk scheut wie immer die Auseinandersetzung mit der eigenen Klientel.

Gumbert Salonek, Fraktionsvorsitzender


FDP Friedrichshain-Kreuzberg

 
     

 
     
 

Datum: 07.01.2009
Pressemitteilung von: Bezirksbürgermeister Dr. Franz Schulz und andere

Liebigstraße 14 wichtig für kulturelle Vielfalt im Bezirk

Sehr geehrter Herr Beulker, sehr geehrter Herr Thöne,

wir wenden uns mit diesem offenen Brief an Sie wegen des Hausprojektes Liebigstraße 14 in unserem Bezirk. Wie wir erfahren haben, haben Sie den Bewohnerinnen und Bewohnern gekündigt und damit in zwei Instanzen Recht bekommen. Somit steht das Haus kurz vor der Räumung.

Wir als Bezirksamt, Bezirksverordnete und Abgeordnete bedauern diese Entwicklung, da die Liebigstraße 14 eines der Projekte ist, die für die kulturelle Vielfalt in unserem Bezirk wichtig sind und ihn attraktiv machen. Zudem finden wir alternative Wohnprojekte mit sozialen Ansprüchen grundsätzlich unterstützenswert, weil sie ein wichtiger Teil des sozialen Lebens in unserem Bezirk sind.

Weiterhin bedeutet die Vertreibung des Wohnprojektes einen Verlust des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rechts, denn die Liebigstraße 14 bietet Menschen mit Migrationshintergrund oder auch Andersdenkenden einen Schutzraum vor Übergriffen der Nazis.

Wir möchten gern bei der Lösung des bestehenden Konflikts vermitteln und bitten Sie, sich mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und uns an den Verhandlungstisch zu setzen. Wir haben kein Interesse an einer Räumung, da es sich um einen sozialen Konflikt im Bezirk handelt, der sich nicht polizeilich lösen lässt.

Wie wir wissen, sind die Bewohnerinnen und Bewohner verhandlungsbereit und haben schon mehrere Versuche unternommen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, um einen anderen Weg zu finden. Unseres Wissens nach gibt es auch Kaufangebote.

Mit diesem offenen Brief möchten wir Ihnen zeigen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner der Liebigstraße 14 im Bezirk nicht isoliert sind und ihre Situation sehr wohl wahrgenommen wird. Als Bezirksamt, Bezirksverordnete und Abgeordnete haben wir eine soziale Verantwortung im Bezirk und damit ein großes Interesse am Erhalt des Hausprojektes.

Gerade Ihnen, Herr Thöne, sollte diese Problematik aufgrund Ihrer sozialen Arbeit nicht fremd sein. In Erwartung einer positiven Antwort,

Dr. Franz Schulz, Bezirksbürgermeister Friedrichshain-Kreuzberg
Knut Mildner-Spindler, Sozialstadtrat Friedrichshain-Kreuzberg
Lothar Jösting-Schüßler, Vorsitzender Fraktion DIE LINKE. in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg
Daniel Wesener, Vorsitzender Fraktion B'90/ Die Grünen in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg
Halina Wawzyniak, MdB, Fraktion DIE LINKE.
Hans-Christian Ströbele, MdB, Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen
Canan Bayram, MdA, Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen

Links: Hausprojekt Liebig14

 
     

 
     
 

Datum: 07.01.2009
Pressemitteilung von: Generalstaatsanwaltschaft Berlin

Tötungsdelikt an einem 62-jährigen Mann sowie versuchter Mord und Vergewaltigung eines 14-jährigen Jungen: Anklageerhebung gegen den 31-jährigen Metheb Mahmoud A.

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat gegen den 31-jährigen Metheb Mahmoud A. Anklage u.a. wegen Totschlags sowie versuchten Mordes und Vergewaltigung erhoben.

Dem als Stricher tätigen Angeschuldigten wird vorgeworfen, am 7. Juni 2009 den 62-jährigen Klaus-Ulrich P., den er zuvor in dem Lokal „Tramps“ kennengelernt hatte, im Rahmen von Streitigkeiten über die Entlohnung von sexuellen Dienstleistungen in seiner Kreuzberger Wohnung zu Tode gewürgt zu haben. Die Wertgegenstände des Toten soll er daraufhin an sich genommen und die Leiche in den folgenden Tagen in einem Kleiderschrank seiner Wohnung versteckt haben.

In den Morgenstunden des 20. Juni 2009 soll der Angeschuldigte zudem über die Terasse und ein geöffnetes Fenster in die Wohnung einer Bekannten in der Adalbertstraße in Berlin-Kreuzberg eingestiegen sein, deren dort im Bett schlafenden 14-jährigen Sohn zunächst heftig gewürgt und den Entschluss gefasst haben, sich an dem Jungen sexuell zu vergehen. Im Verlauf der folgenden zwei Stunden soll der Angeschuldigte den Jungen mehrfach brutal vergewaltigt und dem verängstigten und wehrlosen 14-jährigen, der sich zuvor selbst die Augen verbinden musste, schließlich mit einem Küchenmesser einen heftigen Messerstich in die rechte Halsseite versetzt haben, um ihn zu töten und die Entdeckung seiner Tat zu verhindern. Gegenüber dem stark blutenden und reglos auf dem Bett liegenden Opfer, das durch den Stich eine 3-4 cm breite und ca. 7 cm tiefe Halswunde knapp neben der Halsschlagader erlitt, soll er angekündigt haben, nun auf seine Mutter zu warten, um auch sie „abzustechen“. In einem unbeobachtenen Augenblick gelang es dem 14-Jährigen, unbekleidet aus dem Schlafzimmerfenster der Wohnung zu flüchten und Hilfe herbeizurufen, woraufhin durch eine Notoperation das Leben des Jungen gerettet werden konnte.

Der strafrechtlich erheblich vorbelastete staatenlose Angeschuldigte hat die Tatvorwürfe teilweise eingeräumt.

Ein Hauptverhandlungstermin steht noch nicht fest.

 
     
           
           
           
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