Richard-Sorge-Kiez: Samstag Straßenfest im Auerdreieck

Montag, 15. August 2016
Pressemitteilung von: Südhang Friedrichshein e.V.

Anwohner feiern Ihren Kiez – Straßenfest im Auerdreieck

Mit einem fröhlichen Straßenfest feiern die Anwohnerinnen und Anwohner des Richard-Sorge-Kiezes am 20. August auf der Grünfläche im Auerdreieck ihr nunmehr 7. Straßenfest.

Unter dem Motto „Es lebe der Kiez!“ sind alle Nachbarn eingeladen, sich mit Ideen oder einem Stand an dem Fest zu beteiligen. Anwohner, Musiker und Künstlerinnen aus dem Kiez haben die Möglichkeit, sich und ihre Arbeiten vorstellen.

Erfolgreich hat sich der Nachbarschaftsverein Südhang Friedrichhain e.V. seit 2012 für den Milieuschutz eingesetzt. Er will verhindern, dass es dem Richard-Sorge-Kiez so ergeht wie dem Prenzlauer Berg. „Wir wollen einen lebendigen Kiez mit allen Menschen, die hier leben und den Erhalt der vorhandenen sozialen Mischung“, sagt Vereinsvorsitzende Gisela Otto.

Auf dem Fest informieren die Mitstreiter vom Südhang Friedrichhain e.V. und die Gesellschaft Angewandte Sozialforschung und urbanes Management (ASUM) Mieter und Wohnungseigentümer über den Milieuschutz.

Eine kleine Befragung zum Auerdreieck soll erste Impulse liefern, welche Ideen und Wünsche die Anwohnerinnen und Anwohner für das Auerdreieck haben.

Interessierte, die mit guten Ideen oder einem Stand an dem Straßenfest teilnehmen wollen, melden sich noch schnell per E-Mail über verein@suedhang-fhain.de .

 

Über uns:

Angefangen hatte alles ganz harmlos mit der Vereinsgründung 2007. Milieuschutz stand noch nicht zur Debatte, dafür ein Straßenfest, um die Anwohner zusammenzubringen. Nur vereinzelt wurden hier und da Häuser grundsaniert, von Luxuswohnungen keine Spur. Bis 2010 wuchs das Interesse der Investoren stetig. Sie kauften immer mehr Häuser: „Wir hatten Angst, dass das generationsübergreifende Kiezgefüge auseinanderbricht“, sagt Vereinsvorsitzende Gisela Otto. Der große Knall kam 2012: Der städtebauliche Charakter des Kiezes drohte durch das Zusammenlegen von Wohnungen und teure Modernisierungen verloren zu gehen, die Gemeinschaft durch damit einhergehende Mieterhöhungen zu zerfallen. Von einer Anwohnerin forderten die Hauseigentümer sogar, dass sie nach der Sanierung ihre Wohnung kaufen und wenn nicht, einfach ausziehen solle. „Das hat uns wachgerüttelt“, so Otto. Der Verein sammelte Unterschriften, führte Gespräche mit dem Bürgermeister, brachte über die Fraktionen den Antrag zum Milieuschutz in die BVV ein. „Das war die einzige baurechtliche Möglichkeit, die gewachsene Kiezkultur und Kiesstruktur zu erhalten“, sagt Hans Ulrich Voigt, Sprecher des Stadtteilbüros Friedrichshain, das den Verein unterstützt. Nach der Prüfung des Areals durch die Gesellschaft Angewandte Sozialforschung und urbanes Management (ASUM) wurde das Gebiet schließlich unter Milieuschutz gestellt.

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