Verfolgungsjagd auf der Landsberger Allee

Sonntag, 21. Mai 2017
Pressemeldung der Berliner Polizei

In der vergangenen Nacht waren zwei Motorräder viel zu schnell in Lichtenberg unterwegs. Kurz vor Mitternacht bemerkte eine Funkwagenbesatzung zwei Motorräder, die ihnen in der Landsberger Allee in Richtung Siegfriedstraße mit hoher Geschwindigkeit entgegen kamen. Der Fahrer wendete das Polizeifahrzeug und folgte den beiden Zweirädern. Auf einem saß nur der Fahrer, auf dem zweiten ein Fahrer und eine Sozia. Das eingeschaltete Anhaltesignal missachteten die Motorradfahrer, beschleunigten ihre Maschinen und fuhren weg. Der Funkwagen folgte den beiden Flüchtenden weiter und fuhr ihnen mit Sonder- und Wegerechten nach. Auf der Marzahner Brücke verringerten die Zweiradfahrer deutlich ihre Geschwindigkeit. Daraufhin schaltete die Streifenbesatzung erneut das Anhaltesignal ein, welches wieder missachtet wurde. Die Motorradfahrer gaben erneut Gas und rasten davon. Dabei missachteten beide Fahrer auch rote Ampeln. Während der Kradfahrer, der auf seiner Honda alleine unterwegs war, seine schnelle Fahrt über die Landsberger Allee weiter geradeaus in Richtung Blumberger Damm fortsetzte, bog der andere Fahrer mit seiner Mitfahrerin auf seiner Honda links in die Raoul-Wallenberg-Straße ab. Dort setzte der Zweiradfahrer zunächst seine Fahrt über den Gegenverkehr fort. An Jan-Petersen-Straße wendete der Fahrer seine Maschine und raste über den Gegenverkehr zurück in Richtung Landsberger Allee. Ein entgegenkommender Autofahrer konnte einen Zusammenstoß zwischen seinem Wagen und dem Motorrad glücklicherweise verhindern, da er rechtzeitig in den rechten Fahrstreifen ausweichen konnte. Der Motorradfahrer bog dann wieder rechts in die Landsberger Allee ab und setzte seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit fort. An der Marzahner Promenade passierte der Zweiradfahrer die Kreuzung bei Rot und konnte kurz darauf am Pyramidenring eine Zivilstreife, die mit ihrem Wagen die Landsberger Allee gesperrt hatte, woraufhin sich auch ein kleiner Rückstau gebildet hatte, umfahren. Gefolgt von der Zivilstreife und dem Funkwagen bog dann der Motorradfahrer mit der Honda bei Rot links in die Rhinstraße ab. Während die Fahnder dem Motorradfahrer in ein Wohngebiet folgten, fuhr die Funkwagenbesatzung eine Straße weiter, kam der Honda somit entgegen und der Fahrer vom Einsatzwagen stoppte sein Fahrzeug. Der Zweiradfahrer konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß mit langsamer Geschwindigkeit gegen den Funkwagen. Der Fahrer und seine Sozia kippten daraufhin mit dem Zweirad um. Beide blieben unverletzt. Eine Atemalkoholkontrolle bei dem 24-jährigen Kradfahrer verlief negativ. Nach der Unfallaufnahme wurden er und seine vier Jahre jüngere Begleiterin entlassen. Die Ermittlungen zu dem Fahrer der zweiten Honda dauern an. Gegen ihn und den gestoppten Motorradfahrer wurden Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdungen eingeleitet.