Friedrichshain: Frau in der Neujahrsnacht am Ostkreuz sexuell belästigt

Sonntag, 1. Januar 2017
Pressemeldung der Bundespolizei

Die Bundespolizeidirektion Berlin zieht eine vorläufig positive Bilanz zu den Einsatzmaßnahmen rund um die Feierlichkeiten in Berlin und Brandenburg zum Jahreswechsel. Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und gegen das Sprengstoffgesetz bildeten den Schwerpunkt der Strafanzeigen.

Die Bundespolizeidirektion Berlin setzte im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten in Berlin und Brandenburg zum Jahreswechsel über 400 Beamte ein. Damit liegt die Zahl der Einsatzkräfte über dem Niveau des Vorjahres (ca. 340 Beamte). Den Schwerpunkt bildete die An- und Abreise zur zentralen Silvesterparty auf der Straße des 17. Juni. Aufgrund Überfüllung musste zeitweise der Bahnhof Brandenburger Tor geschlossen werden. Insgesamt fertigten die Beamten 30 Strafanzeigen (2015/2016: 26). Gegen 31 Tatverdächtige wird ermittelt.

Gegen 23:45 Uhr hielt ein 19-Jähriger einer 25-Jährigen in einer S-Bahn am Bahnhof Lichtenberg eine Schreckschusswaffe an den Kopf und bedrohte das Opfer. Bundespolizisten nahmen den alkoholisierten Tatverdächtigen fest.

Gegen 00:10 Uhr nahmen Beamte einen 19-Jährigen am Bahnhof Potsdamer Platz fest, nachdem er einen Knallkörper in eine Menschenmenge geworfen hatte. Bei der Festnahme wiedersetzte er sich.

Gegen 03:30 Uhr hielt ein 27-Jähriger eine 50-Jährige auf dem Bahnhof Ostkreuz fest, legt sich auf sie, bedrängte sie sexuell und drückte sie anschließend gegen einen Aufzug. Eine 25-jährige Zeugin griff couragiert ein und nahm das Opfer in ihre Obhut. Den alkoholisierten Tatverdächtigen nahmen Bundespolizisten noch in Tatortnähe fest.

Beamte wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.