Erneut Auseinandersetzungen in der Rigaer Straße

Donnerstag, 30. November 2017
Pressemeldung der Berliner Polizei

Polizeibeamte wurden gestern Abend in Friedrichshain angegriffen. In der Rigaer Straße stellten Einsatzkräfte gegen 20.30 Uhr an einem Wohnhaus eine offen stehende Eingangstür fest. In der Nacht von Montag auf Dienstag war bereits ein Einkaufswagen mit Pflaster- und Ziegelsteinen im Hausflur des gleichen Gebäudes festgestellt worden. Um nach erneut bereitgelegten Kleinpflastersteinen zu schauen, betraten die Einsatzkräfte das Wohnhaus. Im Hausflur befand sich eine verschlossene Tür, hinter der sich der Innenhof befindet. Von dort nahmen die Polizisten mehrere Personen wahr, die die Einsatzkräfte durch die geschlossene Tür beschimpften. Dann warfen die unbekannten Personen unter der Tür einen pyrotechnischen Gegenstand durch, bei dem die Lunte erlosch, so dass es zu keiner Zündung kam. Darüber hinaus drang aus dem Schlitz weißer Rauch, der in kürzester Zeit dem gesamten Flur im Erdgeschoss bedeckte. Daraufhin mussten die Einsatzkräfte das Gebäude verlassen. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, begaben sich Polizeibeamte erneut in den Hausflur. Durch die geschlossene Tür drohte ein Mann damit, die Tür unter Strom zu setzen und es floss eine durchsichtige Flüssigkeit unter der Tür hindurch. Anschließend verließen die Polizisten das Wohnhaus und fuhren für die Behandlung der verletzten Kollegen zum Polizeiabschnitt 51. Während vier Polizisten ihre Dienste mit Reizungen der Atemwege beenden mussten, verblieben zwei weitere Dienstkräfte nach ambulanten Behandlungen im Dienst.
Kurz vor 22 Uhr fuhr ein Funkwagen durch die Rigaer Straße. Eine vermummte Person beschmierte im Vorbeifahren mit einem Wischmop das Polizeifahrzeug mit einer unbekannten Substanz. Als die Kollegen mit dem Wagen weiter fuhren, warf ihnen die Person einen länglichen Gegenstand auf das Wagendach. Anschließend flüchtete der Angreifer in ein Wohnhaus in der Rigaer Straße. Es entstand kein Schaden. Die Flüssigkeit konnte entfernt werden.
Kurz darauf stellten Polizeibeamte an der weiterhin geöffneten Hauseingangstür vier vermummte Personen fest. Als sich die Einsatzkräfte dem Gebäude näherten, zog sich das Quartett in das Haus zurück und schloss die Tür. Ab 23.30 Uhr war die Haustür dauerhaft geschlossen.
Es wurden Strafanzeigen unter anderem wegen dem versuchten Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und versuchter Sachbeschädigung gefertigt. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.