Illegales Rennen auf der Karl-Marx-Allee - BMW mit 103 km/h geblitzt

Montag, 8. August 2016
Pressemeldung der Berliner Polizei

Ein Auto- und ein Motorradfahrer, die offenbar ein Rennen fuhren, wurden gestern Abend im Rahmen einer Geschwindigkeitsüberwachung in Mitte kontrolliert. Beim Blick durch das Lasermessgerät erfasste ein Polizist kurz vor 21 Uhr die beiden Verkehrsteilnehmer in der Karl-Marx-Allee, die vom Strausberger Platz in Richtung Alexanderplatz fuhren, sich wohl gegenseitig durch immer wieder Gas geben aufstachelten und dabei sehr schnell unterwegs waren.

Die Polizisten stoppten daraufhin den BMW und die Suzuki. Während der BMW mit vorwerfbaren 103 km/h unterwegs war, dürfte der Zweiradfahrer etwa gleich schnell gewesen sein. Nach einer Personalienfeststellung konnte der Kradfahrer seine Fahrt fortsetzen. Ihn erwarten ein Bußgeld wegen der Teilnahme an einem nicht genehmigten Kraftfahrzeugrennen in Höhe von 400 Euro und zwei Punkte. Für einen Monat muss der 22-Jährige zusätzlich seine Maschine stehenlassen.
Den BMW nahmen die Polizeibeamten noch näher in Augenschein. Der Wagen war tiefergelegt und die hinteren Reifen schleiften an den Radkästen. Statt dem vorderen Kennzeichen befanden sich zwei Aufkleber an dem Wagen: „Geprüftes Hochleistungsfahrzeug“ und „Offizielles Blitzertestfahrzeug“. Auf das Hochleistungs- und Blitzertestfahrzeug wird der 22 Jahre alte Fahrer jetzt verzichten müssen. Der Wagen wurde für ein technisches Gutachtens sichergestellt. Neben den Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurde noch eine Strafanzeige wegen eines Steuerverstoßes gefertigt, da der BMW trotz Wohnsitzes des Halters in Berlin in einem anderen Staat zugelassen worden war. Zusätzlich wurde der 22-jährige Autofahrer wegen eines nicht bezahlten Bußgeldes wegen einer Ordnungswidrigkeit mit einem Vorführbefehl gesucht. Nach Bezahlung der offenen Geldbuße durfte er seinen Weg zu Fuß fortsetzen.