Mord in Spielhalle: Fünf Tatverdächtige festgenommen

Donnerstag, 10. Dezember 2015
Pressemeldung der Berliner Polizei

Der Raubmord zum Nachteil eines 49-jährigen Spielhallenangestellten in der Kreuzberger Schönleinstraße wurde nach intensiven Ermittlungen des Landeskriminalamts Berlin und der Staatsanwaltschaft Berlin vollständig aufgeklärt. Tatverdächtig sind fünf bulgarische Männer im Alter zwischen 26 und 38 Jahren. Nach den geführten Ermittlungen wurde das Opfer in den frühen Morgenstunden des 24. November 2015 von den Tatverdächtigen angegriffen und überwältigt. Der Angestellte wurde mit Klebeband gefesselt und geknebelt. Die Knebelung wurde derart massiv ausgeführt, dass dem Opfer jegliche Möglichkeit zum Atmen genommen wurde, der 49-Jährige erstickte. Anschließend brachen die Kriminellen in der Spielhalle mehrere Geldspielgeräte auf und entwendeten darin befindliches Geld. Vier der Männer flüchteten nach der Tat nach Mainz. Einer hielt sich weiter in Berlin auf. Durch Zeugenaussagen konnte die unmittelbare Tatzeit eng eingegrenzt werden. Eine hinterlassene Spur vom Tatort führte zunächst zur Identifizierung eines Mannes, der am 1. Dezember 2015 in Mainz festgenommen wurde. Durch die Auswertung von Telefondaten konnten die weiteren Tatverdächtigen sicher festgestellt werden. In enger Zusammenarbeit mit der Mainzer Mordkommission wurden schließlich am 7. Dezember 2015 drei weitere Täter identifiziert und festgenommen. Am gestrigen Tage wurde mit Unterstützung von Beamten der Kriminalpolizei der Direktion 5 auch der in Neukölln aufhältige 37-jährige Verdächtige namhaft gemacht und festgenommen. Drei der Festgenommenen machten in ihren Vernehmungen geständige Angaben, zwei bestritten den Tatvorwurf. Diese werden jedoch unter anderem durch die Aussagen der Geständigen belastet. Ein Teil der Tatverdächtigen ist in der Vergangenheit bereits durch verschiedene Delikte der Eigentumskriminalität in Erscheinung getreten. Gegen vier der Festgenommenen ist inzwischen Haftbefehl wegen Mordes und schweren Raubes erlassen worden. Der gestern in Berlin Festgenommene wird am heutigen Tage einem Haftrichter vorgeführt.