Kreuzberg: Polizisten bei Demonstration angegriffen

Dienstag, 10. Juni 2014
Pressemeldung der Berliner Polizei

Wegen einer Identitätsfeststellung sind Polizeibeamte gestern Abend von einigen Demonstrationsteilnehmern angegriffen worden. Rund 350 Personen hatten sich gegen 18 Uhr am Kottbusser Tor in Kreuzberg unter dem Motto „ Der Terror des Staates der TC gegen die Kurden im Kurdischen Gebiet Lice, Diyarbakir“ zu einem Aufzug eingefunden. Die Aufzugsteilnehmer skandierten Parolen in kurdischer Sprache mit Bezug zu der verbotenenPKK und zeigten Öcalan-Fahnen. Die Polizei stoppte darauf den Aufzug am Heinrichplatz. Nach entsprechenden Durchsagen wurde das Skandieren eingestellt und der Aufzug konnte störungsfrei bis zum Ziel gegen 19 Uhr am Oranienplatz fortgesetzt werden.
Am Ende der Versammlung wollten Polizisten die Identität eines Mannes wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz feststellen, der während des Aufzugs eine Öcalan-Fahne gezeigt hatte. Sofort kam es zu einem Flaschenwurf und Angriffe auf die Beamten. Mehrere Personen blockierten ein Einsatzfahrzeug und einzelne traten und schlugen auf die Beamten ein. Die Polizisten beendeten die Blockade durch Wegdrängen, wobei teilweise Pfefferspray zum Einsatz kam. Die Zahl der Identitätsfeststellungen erhöhte sich in der Folge auf sieben. Drei Personen wurden wegen einer Augenreizung ambulant behandelt. Die Beamten haben ein Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet.