Brandstiftung auf Brachgrundstück Cuvrystraße

Freitag, 19. September 2014
Pressemeldung der Berliner Polizei

Meterhohe Flammen schlugen gestern Abend den alarmierten Einsatzkräften der Berliner Feuerwehr in Kreuzberg entgegen. Anwohner der Cuvrystraße alarmierten gegen 21 Uhr die Einsatzkräfte, als sie den Brand auf dem Gelände bemerkten. Nach den bisherigen Erkenntnissen brannten mindestens drei Holzbaracken auf einer Fläche von ca. 15 × 20 Metern vollständig aus. Ermittlungen, die zunächst eine Mordkommission wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes übernommen hatte, ergaben, dass vor dem Brand mehrere Personen in Streit geraten waren und es kurz darauf zu der Brandstiftung an einer der selbstgebauten Unterkünften kam. Die beiden Opfer, ein 25- und ein 31-jähriger Mann, konnten sich unverletzt in Sicherheit bringen. 
Sechs Tatverdächtige im Alter von 21 bis 45 Jahren wurden festgenommen, einer der Männer kam mit einer Brandverletzung zur Behandlung in ein Krankenhaus. Fast alle Bewohner des Geländes ergriffen aufgrund des Feuers die Flucht. Etwa sechs Personen wurden bei den Rettungsmaßnahmen gebeten das Areal zu verlassen. Bei der Tatortarbeit am heutigen Vormittag wurde neben Brandmittelspürhunden auch das polizeiliche unbemannte Luftfahrzeug für Übersichtaufnahmen eingesetzt. 
Nach Beendigung der Tatortarbeit wurde das Gelände gegen 11.10 Uhr an den Eigentümer übergeben, der auch die Sicherheitsmaßnahmen gegen das Unbefugte Betreten des Grundstücks übernahm. Den ehemals dort aufhältigen Personen wurde seit den Vormittagsstunden der Zugang zu den jeweiligen Baracken gewährt, um persönliche Sachen zu holen. 
Durch die Ermittlungen konnte der Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes nicht erhärtet werden, so dass ein Brandkommissariat beim Landeskriminalamt die weitere Bearbeitung übernahm. Von den sechs Festgenommenen sollen drei 21-jährige Tatverdächtige, die zuvor auf dem Gelände lebten, wegen besonders schwerer Brandstiftung einem Haftrichter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt werden. Die anderen Männer wurden entlassen.