Flüchtlingscamp am Oranienplatz: Journalist bedroht

Mittwoch, 4. Dezember 2013
Pressemeldung der Berliner Polizei

Ein Journalist wurde gestern Mittag in Kreuzberg an der Ausübung seines Berufs gehindert und massiv bedrängt. Der 30-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen mit Filmaufnahmen am Oranienplatz beschäftigt, als vier Unbekannte, augenscheinlich Bewohner des dortigen Protest-Camps, den Kameramann in englischer Sprache fragten, was er dort mache, und an seiner Kamera und dem Stativ zerrten. Nach seiner Erläuterung, lediglich Aufnahmen vom Camp gemacht zu haben, wurde er aufgefordert, die Aufnahmen zu löschen. Anderenfalls würden die Aufnahmen gelöscht und die Kamera dabei zerstört. Eingeschüchtert von den Worten, löschte der 30-Jährige die Filmaufnahmen. Dies wurde von dem Quartett kontrolliert, anschließend entfernten sich die Männer ins Camp. Der Journalist rief die Polizei und erstattete Anzeige wegen Nötigung. Während die Polizeibeamten vor Ort waren, konnte er die Aufnahmen, die er zuvor löschen musste, erneut anfertigen.