Flaschenwürfe bei Demonstration in Kreuzberg

Donnerstag, 24. Oktober 2013
Pressemeldung der Berliner Polizei

Insgesamt zwölf Festnahmen und fünf leicht verletzte Polizisten ist die Bilanz von zwei Demonstrationen, die gestern in Kreuzberg stattgefunden hatten. Unter dem Motto „Bleiberecht für Flüchtlinge in Berlin – Lampedusa in Berlin“ versammelten sich gegen 13.30 Uhr zunächst 50 Demonstranten am Oranienplatz. Nachdem die Demonstranten kurz darauf losgezogen waren, stieg die Zahl der Versammlungsteilnehmer auf 70 Personen an, die gegen 13.50 Uhr in der Oranienstraße eintrafen und sich im Rahmen der ersten Zwischenkundgebung mit Vertretern der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales unterhielten. Nachdem die Demonstranten kurz nach 14 Uhr im Verlauf der angemeldeten Aufzugsstrecke weitergezogen waren, versuchte ein Teil des Demonstrationszuges, die geplante Route zu verlassen, in dem die Teilnehmer spontan nach rechts in den Molkenmarkt liefen. Einsatzbeamte blockierten jedoch den Weg, so dass die Protestler sich auf die angemeldete Aufzugsstrecke zurück begaben. Nach Beendigung zwei weiterer Zwischenkundgebungen in der Rathausstraße sowie in der Klosterstraße, wo die Teilnehmer mit Vertretern der Senatsverwaltung für Inneres Kontakt aufnahmen, erreichte der Demonstrationszug kurz vor 16 Uhr den Endplatz in der Oranienstraße. Dort nahmen Einsatzbeamte einen Aufzugsteilnehmer fest, der sich vermummt hatte. Daraufhin versuchte ein Teil der aufgebrachten Demonstranten den Festgenommenen zu befreien. Im Zuge der folgenden Auseinandersetzung nahmen die Einsatzbeamten vier Tatverdächtige unter anderem wegen versuchter Gefangenenbefreiung und gefährlicher Körperverletzung fest. Gegen 16.20 Uhr beendete die Versammlungsleiterin die Demonstration. Einem Aufruf im Internet folgend, versammelten sich am Kottbusser Tor bis zu 150 Personen. Gegen 20.40 Uhr legten die Personen mehrere Hindernisse auf die Fahrbahn des Kottbusser Tores und bewarfen Einsatzbeamte mit Flaschen. Es fand sich ein Verantwortlicher, der den Demonstrationszug anmeldete. Anschließend zogen etwa 250 Demonstranten vom Kottbusser Tor in Richtung Tempelhofer Damm. Im Verlauf der Wegstrecke stieg die Zahl der Demonstranten auf bis zu 700 Personen an. Gegen 21 Uhr warfen Teilnehmer des Aufzuges am Wassertorplatz Flaschen auf die Einsatzbeamten und brachten Hindernisse auf die Fahrbahn. Gegen 21.50 Uhr erreichte der Demonstrationszug mit 300 Teilnehmern den von der Polizei Berlin zugewiesenen Endplatz am Mehringdamm. Eine anschließend angemeldete Kundgebung dauerte bis 2.30 Uhr und hatte bis zu 50 Teilnehmer. Die Beamten leiteten insgesamt 21 Strafermittlungsverfahren unter anderem wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung ein. An dem Einsatz waren bis zu 250 Beamte eingesetzt.

 


Bereits für Freitag ist die nächste Demonstration angekündigt. Unter dem Motto "Gegen Polizeigewalt und die deutsche Asylpolitik" soll ab 21 Uhr am Lausitzer Platz demonstriert werden.