Autofahrer flüchtet vor der Polizei

Sonntag, 14. April 2013
Pressemeldung der Berliner Polizei

In Friedrichshain versuchte sich heute früh ein 30-Jähriger einer Polizeikontrolle zu entziehen.
Gegen 4 Uhr fiel Polizeibeamten des Abschnitts 51 in der Karl-Marx-Allee ein „Mercedes“ auf, dessen Fahrer einen sehr erschöpften Eindruck machte und stark über das Lenkrad gebeugt fuhr. Desweiteren fuhr er auffällig langsam, so dass sich die Beamten dazu entschieden, das Fahrzeug anzuhalten um den Fahrer zu überprüfen. Nachdem er das Signal zum Anhalten wahrgenommen hatte, fuhr der Mann zunächst an den rechten Fahrbahnrand, reduzierte seine Geschwindigkeit weiter, gab dann jedoch kurz bevor er zum Stehen kam Gas und fuhr in Richtung Alexanderplatz davon. Die Polizisten fuhren hinterher. Während seiner Flucht missachtete der Mann mehrere „rote Ampeln“, fuhr teilweise in den Gegenverkehr und gefährdete hierbei etliche andere Autofahrer. Nur durch das schnelle Reagieren der anderen Verkehrsteilnehmer kam es zu keinem Verkehrsunfall. Nachdem der Mann schließlich auch sein Licht ausgeschaltet hatte um die Polizisten abzuschütteln und teilweise im Slalom um andere Fahrzeuge fuhr, verloren die Polizisten ihn in der Schulzendorfer Straße aus den Augen. Den „Mercedes“ fanden die Beamten wenig später in der Gustav-Meyer-Straße. Er stand unverschlossen auf dem Gehweg. Vom Fahrer fehlte zunächst jede Spur. An der Adresse des Fahrzeughalters in der Chausseestraße trafen die Polizisten jedoch wenig später auf den Flüchtenden. Sie erkannten ihn zweifelsfrei wieder. Weil der Verdacht bestand, dass der 30-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand, nahmen ihn die Polizisten mit zu einer Gefangenensammelstelle, um ihm Blut abnehmen und ihn erkennungsdienstlich behandeln zu lassen. Der Führerschein und das Fahrzeug des 30-Jährigen wurden beschlagnahmt.