Walpurgisnacht 2012 – Polizei zieht Bilanz

Dienstag, 1. Mai 2012
Pressemeldung der Berliner Polizei

Die diesjährige Walpurgisnacht ist nach Einschätzung der Polizei weitgehend friedlich verlaufen. Mehrere tausend Personen feierten und demonstrierten im Stadtgebiet.
Rund 3.300 Polizeibeamte waren im Einsatz, von denen nach ersten Erkenntnissen insgesamt acht leicht verletzt wurden und im Dienst verblieben.

Insgesamt nahm die Polizei vier Personen vorübergehend fest und sprach fünf Platzverweise aus. Es wurden 20 Ermittlungsverfahren u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruch und Widerstand eingeleitet sowie drei Ordnungswidrigkeitenanzeigen gefertigt.

Am Mauerpark in Prenzlauer Berg feierten bis zu 2.000 Menschen ausgesprochen friedlich. Für den Park galt auch diesmal wieder ein Flaschen- und Dosenverbot.

Im Viktoriapark in Kreuzberg hatten sich bis zu 600 Personen versammelt. Gegen 22 Uhr 45 sind mehrere Kleinfeuer entzündet worden, die von Polizeibeamten gelöscht wurden.

Die Hasenheide in Neukölln war mit bis zu 500 Personen besucht und im Görlitzer Park in Kreuzberg begingen bis zu 900 Personen das „Hexenfest“.

Die von 14 Uhr 30 bis 22 Uhr angemeldete Kundgebung „Antikapitalistische Walpurgisnacht“ in der Gerichtstraße in Mitte verlief störungsfrei.

Bei dem angemeldeten Aufzug „ Nimm was dir zusteht“ zogen bis zu 3.300 Personen ab zirka 22 Uhr vom S-Bahnhof Wedding über die Müllerstraße durch den Weddinger Kiez. Bevor sich der Aufzug in Bewegung setzte wurde vereinzelt Pyrotechnik von Teilnehmern gezündet. Aus der Menge heraus kam es gegen 22 Uhr 40 vereinzelt zu Würfen von Pyrotechnik und Steinen auf Polizeibeamte. Gegen 23 Uhr hatte der Anmelder die Versammlung vorzeitig am Leopoldplatz in Mitte für beendet erklärt. Kurz zuvor hatte ein Zeuge beobachtet, wie ein Unbekannter aus dem Aufzug heraus einen Stein gegen die Eingangstür eines Geldinstitutes in der Müllerstraße warf und diese beschädigte.

Eine weitere Bankfiliale wurde gegen 2 Uhr 50 in der Thomasiusstraße Ecke Alt-Moabit in von zwei Vermummten angegriffen. Die beiden Unbekannten warfen unter lauten Rufen von antikapitalistischen Parolen Steine und einen Farbbeutel gegen die Fensterscheiben.

In der Sonnenallee in Neukölln beschädigten unbekannte Täter gegen 3 Uhr die Hausfassade des Polizeiabschnitts 54. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde mit weißer Farbe gefüllten Behältern beworfen.