Messerattacke auf Polizeibeamten nach Fahrzeugkontrolle

Montag, 6. August 2012
Pressemeldung der Berliner Polizei

Nach einer Überprüfung im Straßenverkehr bedrohte ein 22-jähriger Mann gestern Nachmittag in Kreuzberg Polizeibeamte und stach mit einem Messer in Richtung eines Beamten.
Zuvor wurde gegen 16 Uhr durch eine Funkwagenbesatzung ein Opel „Corsa“ in der Mariannenstraße angehalten, da der Beifahrer und eine Person im Auto nicht angeschnallt waren.
Ein 22-jähriger Betroffener trat den Beamten hierbei von Beginn an sehr aggressiv gegenüber. Er beschimpfte und bedrohte sie im Laufe der Überprüfung damit, sie „abzustechen“. Fahrer und Beifahrer des Opels versuchten ihren Bruder bzw. Cousin zu beruhigen, waren hierbei aber wenig erfolgreich. Der 22-Jährige flüchtete zunächst in ein Haus in der Waldemarstraße. Eine unmittelbare Festnahme war nicht möglich.
Als die Beamten mit Unterstützung die Personalien des Tatverdächtigen feststellen wollten, rannte der Mann in eine Wohnung, kam unmittelbar danach mit einem aufgeklappten Taschenmesser wieder heraus und bedrohte die Beamten. Diese zogen die Schusswaffe und forderten ihn auf, das Messer fallen zu lassen. Der Beschuldigte stach in Richtung des Kopfes eines Beamten, ohne ihn zu treffen. In der Folge konnten die eingesetzten Kräfte den jungen Mann unter Einsatz des Reizstoffsprühgerätes überwältigen.
Er wurde der Gefangenensammelstelle u.a. zur Blutentnahme zugeführt und entlassen, nachdem er sich beruhigt hatte.
Es wurden Ermittlungsverfahren wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung eingeleitet.