Bei Verkehrskontrolle geflüchtet und Polizist mitgeschleift

Freitag, 27. Juli 2012
Pressemeldung der Berliner Polizei

Glücklicherweise unverletzt blieb gestern Nachmittag ein Polizist, als er in Kreuzberg bei einer Verkehrskontrolle von einem Auto mitgeschleift worden war.
Die Besatzung eines Funkwagens wollte gegen 15 Uhr 45 einen Autofahrer an der Kreuzung Pannierstraße Ecke Maybachufer kontrollieren. Zunächst kam der Fahrer der Aufforderung nach den Motor abzustellen und den Zündschlüssel abzuziehen. Doch kurz darauf startete der 47-Jährige den Wagen wieder und fuhr an. Der auf der Fahrerseite stehende Beamte griff in den „Mercedes“ hinein und versuchte den Schlüssel wieder abzuziehen. Unbeirrt setzte der Insasse seine Fahrt fort und schleifte den Polizisten mit, der sich an das Auto klammerte und nach rund 40 Metern unverletzt abspringen konnte.
Gemeinsam mit seinen Kollegen fuhr der Beamte dem Flüchtenden nach, der an der Kreuzung Glogauer- Ecke Reichenberger Straße eine „rote“ Ampel überfuhr und trotz mehrfacher Aufforderung über den Außenlautsprecher, die Fahrt zu beenden, nicht anhielt.
An der Einmündung zur Wiener Straße stoppte der 47-Jährige plötzlich das Auto und sprang aus dem Fahrzeug, um die Flucht zu Fuß fortzusetzen. Dabei wurde er von dem Streifenwagen erfasst, blieb aber unverletzt. Die Beamten nahmen den Mann fest. Bei der Überprüfung wurde festgestellt, dass er nicht im Besitz eines Führerscheins ist, was auch als Grund für die Flucht angegeben wurde. Zudem äußerte der Kreuzberger, dass er vor einigen Tagen Gras geraucht habe, so dass er sich im Polizeigewahrsam einer richterlich angeordneten Blutentnahme unterziehen musste. Anschließend konnte er seinen Weg ohne Auto fortsetzen und sieht nun Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Straßenverkehrsgefährdung entgegen.