Bruch der Vereinbarungen an der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule

Mittwoch, 17. September 2014
Pressemitteilung von: Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Am 15. September 2014 ist es an der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule zu einem Zwischenfall gekommen. Eine Gruppe von etwa 30 Bewohnern des Hauses drohte damit, sich gewaltsam Zugang zum derzeit gesperrten Pavillon auf dem Gelände des Grundstücks zu verschaffen. Dabei wurden Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes bedroht. Der Sicherheitsdienst sah sich deshalb gezwungen, die Polizei zur Klärung der Situation zu rufen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg wertet dieses Vorgehen als Bruch der Verabredung, die zwischen dem Bezirksamt und den Bewohnerinnen und Bewohnern getroffen wurden. Eine Bedrohung der Mitarbeiter der Sicherheitsfirma ist absolut inakzeptabel. Über weitere Konsequenzen in diesem Zusammenhang hat das Bezirksamt diskutiert und eine Entscheidung getroffen. Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden bereits über das Ergebnis dieser Beratung informiert. 
 
Leider reiht sich dieser Vorfall ein in eine Reihe von weiteren Vorkommnissen. So wurde etwa der Zugang zum Kellerraum aufgebrochen, den Mitarbeiter des Bezirksamts verschlossen hatten. Außerdem wurden die Stahltüren, die den Zugang zum gesperrten Schulflügel verhindern, ebenfalls aufgebrochen. 
 
Neben einer ganzen Reihe von verbalen Attacken und Drohungen gegenüber dem Sicherheitspersonal gab es zudem auch eine physische Attacke auf die Mitarbeiter. Während zwei Mitarbeiter am Schulgebäude entlang gingen wurde aus einem der oberen Fenster von einem Bewohner kochendes Wasser aus einem Kessel auf die Mitarbeiter geschüttet, die sich nur durch einen Sprung vor Verletzungen retten konnten. 
 
Die weitreichenden Forderungen der Bewohnerinnen und Bewohner nach einem Aufenthaltsrecht oder nach Arbeitserlaubnissen kann das Bezirksamt aus rechtlichen Gründen nicht erfüllen. Dennoch haben die Verantwortlichen im Bezirk alles getan, um im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Menschen im Haus zu unterstützen.