Freudenbergareal: Grüne setzen sich für Bürgerbeteiligung ein

Dienstag, 26. Februar 2013
Pressemitteilung von: Grüne Friedrichshain-Kreuzberg

Anwohner und Interessierte sollen in die Neugestaltung des ehemaligen Freudenbergareals in Friedrichshain eingebunden werden. Dies fordert ein Antrag der Grünen Fraktion, der morgen ins Bezirksparlament eingebracht wird.

In dem Ersetzungsantrag wird das Bezirksamt beauftragt, gemeinsam mit dem Verein „Travekiez Ostkreuz“ öffentliche Fachgespräche durchzuführen. In einer Bürgerveranstaltung Ende Januar war deutlich geworden, dass viele Anwohner sich wünschen, stärker in die Planungen eingebunden zu werden. Daher sollen die Fachgespräche einzelne Aspekte der Planung wie den Anteil bezahlbaren Wohnraums, die Grünflächen und den Ausbau von Kitas und Schulen aufgreifen.

„Die Neuplanung des Geländes birgt einen klassischen Zielkonflikt“, sagt Bürgermeister Franz Schulz (Grüne). „Mehr Grün- und Freiflächen haben leider weniger Wohnraum – und damit auch weniger bezahlbaren Wohnraum – zur Folge.“ Einerseits würden dringend bezahlbare Wohnungen benötigt,
andererseits fehlten im Friedrichshainer Südkiez auch Grünflächen. Hinzu käme, dass beim Bau neuer Wohnungen zusätzlich die soziale Infrastruktur, also Kitas und Schulen als Wohnfolgeeinrichtungen, ausgebaut werden müsste. 

„Wir wollen die unterschiedlichen Bedarfe diskutieren und den bestmöglichen Kompromiss finden“, sagt Susanne Hellmuth (Grüne), Mitglied des Stadtplanungsausschusses. „Und das geht nur im Dialog mit den Anwohnern.“ Es müsse aber klar sein, dass die unterschiedlichen Wünsche nur schwer vereinbar seien und deshalb keine einfache Lösung erwartet werden könne. 

Das Gelände unterliegt durch das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs aus dem Jahre 2009 und den Planungen des Wettbewerbsgewinners Beyer-Schubert-Architekten einer Bindung. Dieser Wettbewerbsentwurf ist deshalb die Grundlage für die weitere städtebauliche Abstimmung.

Der Antrag wurde einstimmig vom Stadtplanungsausschuss verabschiedet und steht auf der BVV-Konsensliste.