Alternative Fête de la Musique und Nachttanzparade 2012

Do, 21/06/2012 - 14:03
Pressemitteilung von: 

„Musik braucht Freiräume“ – Alternative Fête de la Musique und Nachttanzparade 2012

Unter dem Motto „Musik braucht Freiräume“ setzen heute Menschen aus alternativen Strukturen und Freischaffende aus Kunst und Kultur ein Zeichen für die Freiheit des musikalischen Ausdrucks und die Bedeutung des alternativen Lebens in der Stadt. Anlässlich der Fête de la Musique ziehen sie dabei zwischen 22 und 23.30 Uhr mit einer Nachttanzdemo durch Friedrichshain. Unterstützt werden sie von einem mobilen Soundsystem, Djs mit GEMA-freier, selbst produzierter Musik und rund 1000 erwarteten TeilnehmerInnen.

Die OrganisatorInnen fordern zeitliche und örtliche Freiräume, insbesondere für nichtkommerzielle Kultur.
„Bestehende alternative Strukturen müssen erhalten, Raum für neue selbst verwaltete Projekte muss geschaffen werden. Im Zuge des Gentrifizierungsprozesses werden insbesondere in den Berliner Innenstadtbezirken Orte, die einen freien Ausdruck und selbstbestimmtes Leben ermöglichen, immer seltener. Nehmen uns Stadt und Investoren unsere Strukturen, verlegen wir die halt auf die Strasse!“ Das Bündnis fordert außerdem, dass für die Fête de la Musique als größte unkommerzielle und dezentral getragene Kulturveranstaltung des Jahres die Anmeldepflicht musikalischer Darbietungen und die Begrenzung dieser bis maximal 22 Uhr aufgehoben wird.

Nach bunten musikalischen Darbietungen ab 14 Uhr auf der Wagenburg Rummelplatz in der Friedenstrasse 85-88 nimmt die diesjährige Nachttanzparade um 22 Uhr auch dort ihren Anfang. Die Veranstalter solidarisieren sich unter dem Eindruck der drohenden Räumung der Wagenburg mit den Bewohnern. Die Lebens- und Existenzgrundlage der 22 Bewohner sowie der Bestand eines kulturellen Freiraumes sind akut gefährdet. Die SprecherInnen des Rummelplatz dazu:

„Wir kritisieren stark die Vergabepolitik des Liegenschaftsfonds und die mangelnde Bereitschaft der Bezirke, mit uns an konstruktiven Lösungen für einen Wagenplatz zu arbeiten. Trotz aller Bemühungen, auf dem jetzigen Platz in der Friedenstraße bleiben zu können, müssen wir leider feststellen, dass die Möglichkeiten auf dem Gelände zu bleiben immer geringer werden. Für den Fall, dass wir das Gelände bis Ende Juni nicht räumen, droht uns die Räumung durch einen Gerichtsvollzieher und die vermutlich damit verbundene Repression. Wir brauchen endlich einen geeigneten Platz! Und  diese gibt es unserer Meinung nach genug in Berlin. Nur welcher es ab Juli 2012 sein wird, werden wir sehen…“

Die Nachttanzparade zieht von der Friedenstrasse über die Karl-Marx-Allee bis zum Frankfurter Tor, anschließend über den Bersarinplatz in die Rigaer Straße und von dort über die Proskauer durch die Niederbarnimstraße in die Boxhagener Straße. Endpunkt der Demonstration ist die Neue Bahnhofstraße Ecke Wiesenweg. Von dort aus können die TeilnehmerInnen direkt zur After- Fête –Fete gelangen.
    
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